Erziehung zum Denken: Lehrtätigkeit in den letzten Jahrzehnten

Was fehlt in der Lehre am meisten?

Viele Studenten lernen Tatsachen und können sie (korrekt erlernt) wiedergeben. Aber während sie ihren Stoff wiedergeben, dann merkt man als Lehrer, dass sie gar nicht verstanden haben, was sie sagen. 
Sie sprechen weltbewegende Tatsachen aus, so als würden sie die Blütenblattzahlen verschiedener Pflanzenarten aufzählen.

Es fehlt jedes sofortige Nachdenken:
Was hat diese Tatsache für Konsequenzen?
Was bedeutet das eigentlich für andere Systeme?
Sehe ich Widersprüche zu anderen erlernten Tatsachen?
Wie kann ich mehrere erlernte Fakten zu einer Theorie zusammenfassen?

Wer­ner Kunz: zeich­ne­ri­sche Dar­stel­lung aus: Lie­big, Anne (2021): Zu­rück zur Natur – nur eine Il­lu­si­on. In: Der Prag­ma­ti­cus Ver­lag AG, Scha­an, Liech­ten­stein, 03.09.2021.
Wer­ner Kunz: zeich­ne­ri­sche Dar­stel­lung aus: Lie­big, Anne (2021): Zu­rück zur Natur – nur eine Il­lu­si­on. In: Der Prag­ma­ti­cus Ver­lag AG, Scha­an, Liech­ten­stein, 03.09.2021.

 

V-​Modul 446 "Grund­la­gen der Bio­di­ver­si­tät und Evo­lu­ti­on" (mit Ex­kur­si­on nach Un­garn)

Seit dem Jahre 2006 von mir durch­ge­führ­t; ab 2025 eingestellt.
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In­halt und Ort des Mo­duls

Beim V-​Modul 446 "Grund­la­gen der Bio­di­ver­si­tät und Evo­lu­ti­on" han­delt es sich um ein in­ter­dis­zi­pli­nä­res an­spruchs­vol­les Modul, das neben der Feld-​Biologie die Theo­rien der Evo­lu­ti­on und der Ent­ste­hung von Bio­di­ver­si­tät er­fasst und das mo­le­ku­lar­bio­lo­gi­sche und po­pu­la­ti­ons­ge­ne­ti­sche Grund­la­gen sowie die Theo­rie des Na­tur­schut­zes ein­schließt. Etwa 50% der Zeit sind mit Se­mi­na­ren in der dor­ti­gen Sta­ti­on aus­ge­füllt; der Rest der Zeit be­steht aus Halbtags-​Exkursionen. Meh­re­re Ganz­tags­ex­kur­sio­nen füh­ren in die Hortobagy-​Puszta und in die hö­he­ren Lagen des Bükk-​Gebirges.
Ort des ge­sam­ten Mo­duls ist eine ab­seits ge­le­ge­ne pri­va­te Sta­ti­on mit Se­mi­nar­raum, guter Ver­pfle­gung und Haus-​eigenem Cam­ping­platz mit sau­be­ren sa­ni­tä­ren An­la­gen. Das Ge­län­de zeich­net sich durch eine be­son­ders hohe Bio­di­ver­si­tät aus (In­sek­ten, Am­phi­bi­en, Rep­ti­li­en, Vögel). Schwer­punk­te zum Arten-​Kennenlernen sind Vögel und Schmet­ter­lin­ge.
Wei­te­re De­tails siehe:
Die Home­page des Ortes:  www.farm­la­tor.hu

4612_nahe der Sta­ti­on Lator
4612_nahe der Sta­ti­on Lator
5850_Zeltplatz der Stu­den­ten in Lator
5850_Zeltplatz der Stu­den­ten in Lator
5694_im Bach­tal bei Kis­gyo­er
5694_im Bach­tal bei Kis­gyo­er
22315_im Tal bei Tard
22315_im Tal bei Tard
22301_im Tal bei Tard
22301_im Tal bei Tard
15276_Äskulapnatter
15276_Äskulapnatter
15334_Blauracke
15334_Blauracke
15318_Maculinea re­be­li_Amei­sen­bläu­ling
15318_Maculinea re­be­li_Amei­sen­bläu­ling
15313_Pseudophilotes vi­cra­ma
15313_Pseudophilotes vi­cra­ma
15308_Argynnis lao­di­ce
15308_Argynnis lao­di­ce
15293_Alpenbock
15293_Alpenbock

 

Lern­zie­le des Mo­duls und der Prü­fung


 
Lern­zie­le des Mo­duls und der Prü­fung
Re­fe­ra­te:
Jeder muss ein Re­fe­rat hal­ten. Ich grün­de eine WhatsApp-​Gruppe und schi­cke Ihnen im April die Un­ter­la­gen für die Referats-​Themen. Jeder Re­fe­rent kann diese Power­points zur Prä­sen­ta­ti­on nach sei­nen ei­ge­nen Maß­stä­ben und päd­ago­gi­schen Fä­hig­kei­ten mo­di­fi­zie­ren und die Aus­ar­bei­tung am Ende über die WhatsApp-​Gruppe an alle ver­schi­cken. Kür­zen Sie aber nicht die ein­zel­nen Fra­gen und Aus­sa­gen. Blei­ben Sie auch bei der ppt-​Animation, indem Sie eine nach der an­de­ren Aus­sa­ge auf­ru­fen. Das ist viel bes­ser ver­ständ­lich, als wenn man auf einer Folie alles gleich­zei­tig auf­ruft.
Alle sol­len sich mit allen The­men vor­her be­schäf­ti­gen (nicht erst in Un­garn, und nicht nur der je­wei­li­ge Re­fe­rent !!!). Diese Referats-​Inhalte müs­sen alle Teil­neh­mer auf ihrem Lap­top (Ta­blet) wäh­rend der Se­mi­nar­stun­den vor­lie­gen haben, um damit dem Re­fe­ren­ten zu fol­gen, Fra­gen zu stel­len und No­ti­zen zu ma­chen.
[Z.Zt. sehen Sie die The­men frü­he­rer Re­fe­ra­te (wer­den alle noch mo­di­fi­ziert) auf mei­ner Web­sei­te unter „Lehre“ (evtl. Kenn­wort: kunz). Diese The­men sind dann der Aus­gangs­punkt der münd­li­chen Prü­fung kurz nach Ende des Mo­duls.]
Die Re­fe­ra­te dür­fen kein Mo­no­log sein, son­dern sie sol­len auf Fra­gen und Pro­ble­me hin­wei­sen, die dann wäh­rend der Vor­trä­ge von allen dis­ku­tiert wer­den. Viele mei­nen, sie hät­ten etwas ver­stan­den; sie haben es aber nicht ver­stan­den. Es geht darum zu ler­nen, dass man Pro­ble­me und Un­stim­mig­kei­ten hin­ter den Fak­ten er­ken­nen muss, und ler­nen muss, Fra­gen zu stel­len. Es muss Streit­ge­sprä­che geben.
 
Ich hoffe, Sie alle zum Den­ken (und nicht zum Ler­nen) zu er­zie­hen.
Ler­nen Sie die Mei­ose nicht, indem Sie den Ab­lauf der Mei­ose und die auf­ein­an­der fol­gen­den Sta­di­en auf­zäh­len; das ist un­wich­tig (!). Über­le­gen Sie statt­des­sen, warum sich die Mei­ose durch die Se­lek­ti­on über­haupt durch­ge­setzt hat. Warum gibt es über­haupt eine Mei­ose? Was wäre die evo­lu­tio­nä­re und po­pu­la­ti­ons­ge­ne­ti­sche Kon­se­quenz, wenn es über­haupt keine Mei­ose gäbe? Warum sind wir di­plo­id?
Was sind ei­gent­lich Spo­ren im Ge­gen­satz zu Samen und Pol­len?
Über­le­gen Sie, wie sich Mu­ta­tio­nen durch­set­zen und ver­brei­ten könn­ten, wenn es über­haupt keine Se­xua­li­tät gäbe. Am schöns­ten ist es, wenn Sie sel­ber mer­ken: „Das muss doch so sein; an­ders könn­te es ja gar nicht funk­tio­nie­ren“, ohne dass Sie das nur ein­fach so sagen kön­nen, weil Sie das ge­lernt haben, son­dern weil Sie das sel­ber al­lein durch Den­ken ge­fun­den haben.
Ler­nen Sie nicht al­lein, son­dern dis­ku­tie­ren Sie mit­ein­an­der. Ver­su­chen Sie immer, einem Mit­men­schen etwas zu er­klä­ren. Erst dann mer­ken Sie, ob Sie etwas ver­stan­den haben oder nicht.
Wenn Sie in Un­garn schon alles ver­stan­den haben (und mich aus­ge­fragt haben), dann brau­chen Sie ei­gent­lich über­haupt nichts mehr für die münd­li­che Prü­fung (kurz nach Ende des Mo­duls in Düs­sel­dorf) zu ler­nen.
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Ei­ni­ge Teil­neh­mer kön­nen sich frei­wil­lig mel­den, um Arten-​Listen (mit Fotos) zu füh­ren:
 
(1) Vögel
(2) Schmet­ter­lin­ge
(3) an­de­re Ar­thro­po­den, z.B. an­de­re In­sek­ten (Käfer), Spin­nen
(4) Rep­ti­li­en + Am­phi­bi­en
(5) Pflan­zen
 

Was Sie mit­neh­men müs­sen

Was Sie mit­neh­men müs­sen:
Klei­dung:
Wir sind die ganze Zeit unter uns; also keine Kla­mot­ten für die feine Ge­sell­schaft mit­neh­men. Keine schwe­ren Schu­he, die Wege sind zwar manch­mal feucht, aber Turn­schu­he trock­nen wie­der; keine Stie­fel. Es kann tags sehr heiß wer­den (man kann bar­fuß rum­lau­fen), aber nachts (manch­mal) ziem­lich kalt. Zur Not gibt es De­cken.
Zelt und Schlaf­sack sel­ber mit­brin­gen. Son­nen­schutz (Hut + Creme), Autan; We­cker.
Per­so­nal­aus­weis, der über die Zeit hin­aus ei­ni­ge Mo­na­te gül­tig ist.
 
Geld tau­schen (viel­leicht auch erst bei der An­kunft am Flug­ha­fen); Sie brau­chen nicht viel: Mittags-​Snacks und Ge­trän­ke und etwa 3x mit­tags für die Knei­pe für Unterwegs-​Einkehr.
Wer schon ei­ni­ge Tage vor­her (nicht nach­her!!!) in Bu­da­pest ist (was frü­her viele ge­macht haben), der soll­te Vor­rä­te ein­kau­fen; denn wir sind die ers­ten 3 Tage ohne Ein­kaufs­mög­lich­keit.
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Der halbe Tag ist Ex­kur­si­on, die an­de­re Hälf­te sind Seminar-​Diskussionen. 10 – 11 Tage sind für ein V-​Modul sehr knapp, so dass wir in­ten­siv ar­bei­ten müs­sen, z.T. auch abends nach dem Essen. Meist gibt es eine große Mit­tags­pau­se zwi­schen Ge­län­de­gang und Se­mi­nar­stun­den.
Jeder braucht ein Note­book oder ein Ta­blet mit pptx und pdf-​Wiedergabe (Smart­pho­ne reicht nicht). Wir ma­chen die Se­mi­nar­stun­den im Frei­en unter Dach zwi­schen Zelt­platz und Ge­bäu­de. Jeder hat dabei (hoch­ge­la­den schon in Deutsch­land; In­ter­net ist vor Ort schlecht) alle aus­ge­ar­bei­te­ten Re­fe­ra­te (also nicht nur das ei­ge­nes Thema) mit Bil­dern (docx, pdf oder pptx) auf sei­nem "Gerät". Die Dis­kus­sio­nen zie­hen sich auch über das Abend­essen. Umso mehr kön­nen wir den Bus nut­zen und zu neuen Orten kom­men. 
Nicht nur wäh­rend der Se­mi­na­re, son­dern auch im Ge­län­de müs­sen Sie immer ei­ni­ges fest­hal­ten (mit­schrei­ben), am leich­tes­ten am Smart­pho­ne:
Android-​App "No­ti­zen" oder „Dik­tier­ge­rät“ oder mit der App „Sprach­no­ti­zen in Text um­wan­deln“.
Auf den Land­gän­gen sol­len Sie selbst die Vögel und In­sek­ten fin­den (nicht ich) und pro­to­kol­lie­ren. Also keine Quatsch­grup­pen wäh­rend der Spa­zier­gän­ge (!!!). Ich de­mons­trie­re dann in Ge­fä­ßen die von Ihnen ge­sam­mel­ten Tiere, und Sie ma­chen im Ge­län­de No­ti­zen und Fotos am Smart­pho­ne.
 
Di­ver­se Bestimmungs-​Apps sind auf Ihrem Smart­pho­ne er­for­der­lich, z.B.:
 
(1) Flora In­co­gni­ta im App Store - Apple
oder: Flora In­co­gni­ta - Apps on Goog­le Play
oder: Flora In­co­gni­ta - au­to­ma­ti­sche Pflan­zen­be­stim­mung - An­droid ...
 
(2) Ob­s­Iden­ti­fy - Apps - Ob­ser­va­ti­on.org
oder: Ob­s­Iden­ti­fy - Apps on Goog­le Play
oder: Ob­s­Iden­ti­fy im App Store - Apple
 
(3) Goog­le Lens - Apps on Goog­le Play
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Ein (nicht un­be­dingt teu­rer) Feld­ste­cher ist auf allen Land­gän­gen zwin­gend er­for­der­lich.
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Tei­len Sie mir mit, ob je­mand in Un­garn „food restric­tions“ hat: Lac­to­se, Glu­ten etc., aber auch ve­ge­ta­risch/ vegan.
 
 

Es fol­gen hier die The­men aus dem Jahr 2022 und die Prü­fungs­fra­gen aus noch frü­he­ren Jah­ren.

In­halt des Mo­duls und der Prü­fung im SS 2024: Diese vor­ge­ge­be­nen In­hal­te müs­sen alle Teil­neh­mer auf ihrem Lap­top (Ta­blet) wäh­rend der Se­mi­nar­stun­den vor­lie­gen haben, um damit dem Re­fe­ren­ten zu fol­gen, Fra­gen zu stel­len und No­ti­zen zu ma­chen.
 
 
Fra­gen­ka­ta­log für die mdl. Prü­fung: